F&T LaSiSe: Rückblick auf den Tag der Logistik 2018

Die Forschungs- und Technologiezentrum Ladungssicherung Selm gGmbH (F&T LaSiSe) hat zum dritten Mal in Folge seine Tore zum Freiluft-Forschungslabor geöffnet. „Zu Gast bei den Frachtforschern“ war das diesjährige Motto, zum dem sich insgesamt 102 Teilnehmer aus Berufsschulen, Unternehmen sowie Organisationen und dem privaten Bereich zusammenfanden. Bei sonnigem Wetter mit knapp 30°C erwartete die Besucher auf der Fläche so groß wie insgesamt 25 Fußballfelder, interessante und spannende Vorträge und Demonstrationen. Die Themengebiete Ladungssicherung, Verkehrssicherheit, Logistik und Elektromobilität bildeten dabei den Rahmen der Vorführungen.

Um das komplexe Thema der Ladungssicherung zu veranschaulichen und auch greifbar zu machen, erhielten alle Beteiligten einen Einblick in die Sicherung von Ladegütern im Nutzfahrzeugbereich an zwei unterschiedlich beladenen Schulungsaufliegern. Dabei wurden verschiedenste Zurrmittel und Ladungssicherungsmethoden vorgestellt. Die Auflieger sind mit beispielhaften Ladegütern aus Industrie und Handel ausgestattet. Dazu zählen tonnenschwere Papierrollen, ein Metallcoil, palettierte Siebdruckböden, mehrere Getränkekisten sowie weitere Ladegüter.

Bei der ersten dynamischen Demonstration sollten u.a. die Bremswege von Pkw und Lkw miteinander verglichen werden. Anhand von Gefahrenbremsungen aus den Geschwindigkeiten 30, 50 und 70 km/h auf trockenem Asphalt sowie „schneeglatter“ Fahrbahn sollte den Besuchern plakativ gezeigt werden, welchen Einfluss die Geschwindigkeit auf die Bremsweglänge hat. „Bei einer Verdopplung der Geschwindigkeit ist der Bremsweg viermal so lang“, so der Mess-/Versuchsingenieur Björn Panhorst und wies daraufhin, dass der Bremsweg nicht gleich der Anhalteweg sei. Der zurückgelegte Weg während der Reaktionszeit auf ein Ereignis „müsse noch zum Bremsweg dazu addiert werden“, führt der Ingenieur fort.

Einen kurzen Exkurs zum Transport von Batterien, wie z.B. Lithiumbatterien für Elektrofahrzeuge, bot die Firma Gelkoh GmbH aus Hamm. Der Hersteller von Batterie-Transport-Systemen veranschaulichte den Teilnehmern die sehr spezielle Thematik und wies gleichzeitig auf die potenziellen Gefahren von jegliche Batteriearten hin.

Einen Einblick in die Verkehrssicherheit konnten die Besucher bei der Fahrdemonstration der Dynamikplatte erhalten. Diese hydraulische Einheit bringt Fahrzeuge mit einer Achslast von bis zu zehn Tonnen ins Schleudern und kann das Heck bis um 60 Zentimeter versetzen. Durch intelligente Fahrzeugassistenzsysteme und das schnelle Reagieren des Fahrers ist es möglich, ein übersteuerndes Fahrzeug wieder unter Kontrolle zu bringen.

Dass Ladungssicherung alle etwas angeht, bestätigt eine Vorführung an einem Kombi. Alltägliche Einkäufe, Baumarktbesorgungen oder auch Reisegepäckstücke müssen ordentlich verstaut und gesichert werden. Gerade im Hinblick auf die kommende Reisezeit ein besonders interessantes Thema. Nützliche Tipps und Tricks nahmen die Beteiligten dankend an. Beispielsweise eignen sich die Sicherheitsgurte der Rückbank ebenfalls zur Ladungssicherung. Diese einfach übereinander kreuzen und einrasten, sofern die Rücksitzbank unbesetzt bleibt.

„Dass dieser Tag bei allen gut angenommen wird, freut uns natürlich sehr“, sagte André Bubenzer, Geschäftsführer der F&T LaSiSe gGmbH. So würde das Institut für Ladungssicherung seinen „Aufgaben auch gerecht“, führte Bubenzer weiter fort. Denn als Forschungseinrichtung und Ausbildungszentrum möchte man zur Verbesserung der Transport- und Verkehrssicherheit seinen Beitrag leisten.

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