Viele Fälle falscher Ladungssicherung

14.09.2015, Göttingen. Mangelhafte Ladungssicherung, Geschwindigkeitsverstöße und Lenkzeitüberschreitungen zählt die Polizei zu den häufigsten Ursachen für schwere Verkehrsunfälle. Darauf weisen die Beamten nach ihrer jüngsten Großkontrolle für Lkw und Busse auf der Autobahn A7 bei Göttingen hin. An rund 60 Prozent der Fahrzeuge seien dabei Mängel festgestellt worden. In einem Fall seien die Schäden so gravierend gewesen, dass der Lastwagen nicht weiterfahren durfte. Ein niederländische Lkw war laut Polizei nur noch Schrott: die Reifen abgefahren und die Bremsen kaputt. Das Fahrzeug wurde sofort stillgelegt, der Besitzer muss 1.500 Euro Strafe zahlen. Auf etlichen Lkw war die Ladung nicht richtig gesichert oder die Fahrzeuge waren schlichtweg überladen. 57 Fahrer hatten zu lange am Steuer gesessen. Außerdem waren viele Lkw-Fahrer zu schnell unterwegs. Auf der Gefällstrecke oberhalb der Werratalbrücke blitzte es 125 Mal, auch in der Gegenrichtung gab es viele Temposünder. Die Beamten hatten insgesamt 156 Lkw und Omnibusse kontrolliert. Das Ergebnis zeige, dass Lkw-Fahrer die richtige Zielgruppe für Polizeikontrollen sei, sagte ein Polizeisprecher nach einem Bericht des NDR. Mehr als 10.000 Lastwagen und Busse rollen danach täglich über die A7, wie das Online-Portal des Senders berichtet, davon „viele mit abgefahrenem Reifenprofil, mangelhaften Bremsen und schlecht gesicherter Ladung“. Weil sich auf der Strecke in jüngster Zeit die Zahl der Unfälle mit Schwerlastfahrzeugen häufte, werde die Polizeidirektion Göttingen dort nun in Absprache mit Landkreis und Feuerwehr stärker kontrollieren. Die fünfstündige Großkontrolle zwischen den Parkplätzen Leineholz Ost und Leineholz West war dafür erst der Anfang.