F&T LaSiSe: Direktsicherung doch lieber "handfest"

Das Institut für Ladungssicherung der Forschungs- und Technologiezentrum Ladungssicherung gGmbH hat sich als Teil eines Verbundprojekts der Fragestellung gewidmet, inwieweit sich die Vorspannkraft einer Direktzurrung auf die konkrete Sicherungswirkung eines Zurrmittels auswirkt. Hintergrund ist, dass im alltäglichen Praxiseinsatz Zurrmittel im Direktzurrverfahren häufig sehr stark vorgespannt werden. Dabei kommt es besonders im Direktzurrverfahren auf die maximal zulässige Belastbarkeit des Zurrmittels im geraden Zug (Lashing Capacity) an. Diese entscheidet maßgeblich darüber, welche Zurrmittel eingesetzt werden können.

Durch umfangreiche Fahrversuche an Probeladungen unterschiedlicher Masse sowie dem Gegenüberstellen unterschiedlicher Reibuntergründe, konnte die Forschungsgruppe grundlegende Kenntnisse gewinnen. Im reibungsfreien Zustand wurden dabei andere Zusammenhänge festgestellt, als im nicht reibungsfreien Zustand. Im reibungsfreien Zustand, der bei den Versuchen durch einen Rollwagen realisiert wurde, stellte die Trägheitskraft der Masse die maximal wirkende Kraft im Zurrmittel dar. Einflüsse durch eine hohe oder niedrige Vorspannkraft konnten diesbezüglich nicht festgestellt werden.  Im nicht- reibungsfreien Zustand hingegen – also dem Normalzustand auf einer Ladefläche – bewirkt eine Erhöhung der Vorspannkraft auch immer eine Erhöhung der Sicherungskraft, die in das Zurrmittel eingeleitet wird. Die Vorspannkraft der Ratsche (oder des Spanners bei Ketten) sollte also im Direktzurrverfahren nicht vollständig ausgenutzt werden, da andernfalls die Sicherungswirkung des Zurrmittels beeinträchtigt wird.

Die so genannte „handfeste Vorspannung“ sollte folglich im Direktsicherungsverfahren immer als Mittel der Wahl angewandt werden.

Zur gemeinschaftlichen Studie kommen Sie über folgenden Link: [Studie herunterladen]